Hoffnungspflänzchen zu Ostern

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Zum Ostergottesdienst konnten wir uns nicht in der Kirche treffen. Es gab kein Abendmahl und auch das Eiertütschen musste ausfallen. Und doch wachsen seit Ostern in den Gärten Siblingens Hoffnungspflänzchen heran, die uns miteinander verbinden.
Karin Baumgartner-Vetterli,
Einige Zeit vor Ostern wurden die Sonnenblumensamen in die Erde gesetzt, sodass die Pflänzchen in der Osternacht bereit standen, um abgeholt zu werden. Die noch zarten Pflanzen werden nun mit ihren Wurzeln immer tiefer im Erdreich Halt finden und zu einer wunderschönen Sonnenblume heranwachsen, die sich stets nach dem Licht auszustrecken weiss. Damit ist sie ein schönes Symbol für österliches Hoffen, das in schwierigen Tagen - dem Licht zugewandt und im Boden des Vertrauens verwurzelt - Bestand haben kann.
Die Hoffnungspflänzchen konnten in der Osternacht im Kirchgarten abgeholt werden, in dem Lichter im Dunkel den Blick zum leuchtenden Licht hinter der geöffneten Tür lenkten. Wir konnten Ostern nicht mit Worten feiern - doch in den starken Bildern lebt die Osterbotschaft auch ohne Worte: der Stein in weggewälzt vom Grab, für das Dunkel und die Not unserer Seelen ist die Tür zum Licht weit offen.
Schön, dass viele den Weg in den Kirchgarten gefunden haben! Den Mesmerinnen sei herzlich gedankt.

Ostern 2020
15.04.2020
16 Bilder