Neu anfangen mit einer Laterne in der Hand

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Einige von Ihnen erinnern sich: das Bild wurde in den Ostertagen aufgenommen, als wir mitten im Lock-down waren. Passt das, ein Bild aus der Vergangenheit am Anfang eines Jahres?
Anja Berezynski,


In mancherlei Hinsicht scheint uns doch, wir seien fast wieder am selben Punkt, mindestens was die Pandemie angeht. Und trotzdem, sei es nun diesbezüglich oder auch, was das eigene Leben angeht: da war immer ein Weg, trotz schwieriger Erfahrungen, trotz mühsamer Einschränkungen, einsamer Momente und Traurigkeiten.

Ja, da sind Schatten auf diesem Weg und manchmal scheinen sie undurchdringlich und man sucht tastend, wo die Schritte Halt finden. Da sind aber auch Lichtpunkte. Viele Lichtpunkte und mit etwas Abstand sieht man den Weg durchs Dunkel hindurch, von Licht zu Licht.

Und aus den Samen sind leuchtende Sonnenblumen geworden. Wie der Weg 2021 aussieht, niemand von uns weiss es. Aber da wird ein Weg sein, auch im Unwegsamen, von Licht zu Licht. Nehmen wir mit folgendem Gedicht Vertrauen und österliche Zuversicht wie eine Laterne in die Hand:

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne -
der Zauber des Neuen, des noch Unbekannten -
der Zauber neuer Gesichter.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne -
sich selbst neu erfahren,
Gott neu erleben
und das Herz weit werden zu lassen für das Neue.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne -
und auch ein bisschen Angst.
Sie darf da sein -
denn sie lockt immerfort das Wort hervor: Fürchte dich nicht.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne -
an jedem neuen Tag,
mit jedem Sonnenaufgang, hörst du die Verheißung:
Ich bin der ICH BIN DA.



Ein gesegnetes neues Jahr wünschen wir Ihnen ganz herzlich
Kirchenstand und Pfarramt