In Erwartung

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Mit welchen unausgesprochenen Erwartungen gehen wir jedes Jahr wieder auf Weihnachten zu? Erwarten wir überhaupt irgendetwas? Und wenn ja, was?
Pfarramt und Kirchenstand Siblingen,
Leben wir unser Leben in Erwartung? Erwartung auf was? Wenn wir durch das Kalenderjahr reisen, sind wir nun in der Zielgeraden im Dezember: Erwartung einen Stern aufgehen zu sehen? Wir halten immer wieder Ausschau nach Weihnachten, zumindest in der Adventszeit, es ist ja das grösste Fest im Jahr, jedenfalls konsumtechnisch. So gesehen, wenn wir im Kaufrausch keine Erfüllung finden, wonach suchen wir bei der Erwartung auf Weihnachten - was erwarten wir?
Jesus, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern, wird uns als Lichtbringer, als Leben schenkend, angekündigt: Er ist der, der unserem Leben ein Ziel weist. Jemand, der mit einer schweren Krankheit kämpft, hat auf die Frage, wozu er weiterleben möchte, geantwortet: ..“Ich bin nach wie vor neugierig auf das Leben, auf andere Menschen und neue Ideen, Wunder und Lachen, kleine Bestätigungen und Erfolge. Ich geniesse immer noch die Luft, die Blumen und den Himmel, Hunde, die mit dem Schwanz wedeln, schöne Frauen mit Ausstrahlung, gutes Essen und Trinken, Zärtlichkeit, das Meer und mein Bett. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die mich brauchen, und dass es einige gibt, auf deren Liebe ich nicht verzichten kann. Auch hoffe ich, dass Gott noch etwas mit mir vorhat. …“
Leben ist das, woran wir hängen und und wir sehnen uns nach sinnvoll genutzter Lebenszeit. Zeit, die in Beziehung gelebt wird, ist sinnvoll. Aber jede und jeder findet eine andere Antwort auf die Frage, was sinnvolle Zeit ist.
Welche Erwartungen knüpfen Sie an Weihnachten?
Jemand, der einsam ist, wird sagen Trost, Berührung, Beistand, ein gutes Wort oder einen gemeinsamen Tee, Gemeinschaft, die viele Gesichter haben kann.

Wie auch immer die Erwartungen sind, Weihnachten ist unser Höhepunkt im dunklen Dezember, das symbolische Lichtfest.

Wie soll ich dich empfangen
und wie begegne ich dir,
o aller Welt Verlangen,
o meiner Seelen Zier?
O Jesu, Jesu, setze
mir selbst die Fackel bei,
damit, was dich ergötze,
mir kund und wissend sei.


fragt Paul Gerhardt in dem berühmten Bach-Choral. Die Vorbereitungszeit füllen mit dem, was unseren Retter erfreut, mit offenem Herzen, Zeit, vielleicht Tannenzweige und Kerzen, ein offenes Herz, vielleicht ist es das, was dich ergötzt, Weihnachtskind.

Bleibt behütet -
eine schöne und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünschen
Pfarramt und Kirchenstand