Zum Jahreswechsel

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Das neue Jahr hat begonnen, vor kurzem gerade erst. So liegt dieses Jahr noch vor uns wie ein unbekannter Raum, den wir erst erkunden müssen. Durch die Tür sind wir eingetreten zum Jahresbeginn und fragen uns, was erwartet uns in diesem unbekannten Raum, hinter der Tür?
Pfarramt SIblingen,
Wir konnten uns ja nicht aussuchen, ob wir diesen Raum betreten wollten. Die Zeit geht weiter und nimmt uns mit. So haben wir, entweder gut gerüstet und voller Hoffnung das neue Jahr betreten. Oder stolperten wir hinein, unvorbereitet, überrascht, dass es schon wieder soweit ist? Manche sind vielleicht hineingeschlichen mit bangem Herzen, aus Furcht vor dem, was sie erwartet.
So, wie es einem vor so manchen Türen ergeht, vor einem unangenehmen Gespräch, oder einer Situation, die wichtig werden kann, weil sich vieles daran entscheiden wird. Nun ist es da, das Jahr 2022.
Was uns hindurch trägt, was uns Kraft gibt, sich dem zu stellen, was kommen wird, ist Hoffnung. Sie lässt uns die Schritte tun, die notwendig sind. Hoffnung ist eine Kraft, durch die wir viel mehr schultern können, als wir für möglich halten. Hoffnung können wir aus Jesu Einladung ziehen. „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Joh 6,37). So lädt uns Jesus immer wieder neu ein. Wir werden durch das neue Jahr gehen, mit seinen schönen Seiten und den Lasten, die es uns auferlegen wird. Aber wir müssen sie ja nicht allein tragen.
In den Worten der Jahreslosung bietet uns Jesus die Perspektive der Hoffnung an. Das ist der Schlüssel zu allem, denn wir Menschen sind alle Kinder Gottes. Zu ihm dürfen wir kommen, so wie wir sind: klein oder gross, fröhlich oder traurig, glaubend oder zweifelnd. Jesus lädt uns in sein „Haus“ ein. „Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet,“ (Joh 10,9) sagt Jesus einmal von sich selbst. Denn Jesus wird uns nie abweisen: In ihm, dem Kind in der Krippe, ist Gott uns ganz nahegekommen. Er kennt die guten und schlechten Seiten menschlichen Lebens. Er hat selbst erfahren, dass Türen trennen und verbinden können. Mit ihm hat Gott die Tür weit für uns geöffnet. Das ist für uns Zuspruch und Anspruch zugleich.

Mit den herzlichsten Wünschen für das Jahr 2022!
Kirchenstand und Pfarramt