Gedanken zum Mai

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Miteinander reden und lachen,
sich gegenseitig Freundlichkeiten erweisen,
zusammen Feste feiern,
sich necken, dabei einander Achtung erweisen,
mitunter sich auch streiten - ohne Hass,
manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen
und damit den Horizont weiten, voneinander lernen,
die Abwesenden schmerzlich vermissen
und die Ankommenden freudig begrüssen
- lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe,
die aus dem Herzen kommen, sich zeigen im Körper, im Wort,
und tausend freundlichen Taten
und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen, sodass aus Vielheit Einheit wird
.
nach Augustinus
Pfarramt Siblingen,
Dieses Gedicht von Augustinus ist inspirierend, denn wir müssen miterleben, wie ein Krieg Hass und Gewalt hervorruft, Menschenleben fordert. Es tut gerade jetzt gut, wenn wir uns mit Augustinus in Erinnerung rufen, wie Freundlichkeit und Liebe - diametral entgegengesetzt - wie ein flammender Zündstoff wirken, die die Gemeinsamkeit fördern. Augustinus hat das gut eingefangen sodass, aus Vielheit Einheit wird, so wie viele Blumen eine gemeinsame, wunderschöne Einheit bilden, zu einer bezaubernden Blumenwiese verschmelzen. Wir erleben eine grosse Hilfsbereitschaft für die ukrainischen Flüchtlinge und wünschen allen, dass diese anhält. Die wunde-baren Erfahrungen der freundlichen Gemeinsamkeit in dieser Frühlingszeit wissen alle zu schätzen. Wie gut tut es, sich auszutauschen und in unserer Verschiedenheit voneinander zu lernen, sich überraschen zu lassen, sich auch freundschaftlich miteinander zu streiten, gemeinsam über den Verlust Abwesender sich zu trösten und sich durch gute Taten aneinander zu erfreuen.

Mit herzlichen Grüssen!
Kirchenstand und Pfarramt Siblingen